Hallo zusammen,
ich habe mit dem Ablauf meiner ersten Woche beschlossen, ab sofort nur noch wöchentlich einen Eintrag zu verfassen. Prinzipiell gibt es dazu zwei Erklärungen, die beide den Nagel auf den Kopf treffen. Zum einen finde ich unter der Woche immer weniger Zeit, nach der Arbeit und dem Feierabend noch ans Internet zu gehen und zum anderen gibt es jetzt auch nicht jeden Tag wirklich interessante und spannende Geschichten hier festzuhalten. Am Wochenende ist dies allerdings schon passiert.
Gestern war in Kanada ein Feiertag, welcher das Wochenende zu einem langen werden lies. Wir, vier Freunde und ich, haben und deshalb auf den Weg gemacht, den Nationalpark Bruce Peninsula, welcher etwas 3 Stunden nordwestlich mit dem Auto von Toronto liegt, einmal näher unter die Lupe zu nehmen. Der Trip war wirklich ein Volltreffer. Zwar mussten wir an den knapp 4 Tagen fast 1000 Kilometer abspulen, aber die Natur Kanadas entschädigt einen reichlich für die weiten Fahrt. Tolles Wetter, warmes oder kristallklares Wasser ;-), felsige Küsten, die man auf eigene Faust erkunden kann und jede Menge Frösche sowie eine kleine Schlange machten den Trip zu einem leider sehr kurzweiligen Vergnügen. Aber wer will sich schon langweilen! Es gibt hier wirklich unheimlich viel zu entdecken. Da gewöhnt man sich sogar an homemade fries in the morning! Eigentlich ist es viel schlimmer, man fängt an es zu mögen. Ehrlich. Hätte ich auch nicht von mir gedacht, aber so ein schönes Western Omelette (Rührei mit Ham und Onions dazwischen), Toast und zwei Häde voll fries machen den Start in den Tag zwar nicht "leicht", aber recht schmackhaft. Einziger Wermutstropfen (der Begriff spielt im übrigen auf die Bitterkeit des gleichnamigen Krauts an!!), ich habe zahlreiche Mückenstiche mit aus dem Norden gebracht, die gestern Abend, ganz im Gegensatz zu mir, einfach keinen Schlaf finden wollten. Aber es gibt schlimmeres. Bin eben doch ein Deutscher und muss ja mindestens ein Haar in der Suppe finden!
Heute fing allerdings eine neue Arbeitswoche an und ich habe noch ein paar Dinge auf meiner to do-Liste, die sich früher fast immer von selbst erledigt haben. Kaum hat man aber nur noch abends Zeit, summiert sich das recht schnell hoch und ergibt kumuliert eine Wochenaufgabe :-) Sokann ich leider nur abends nach Toronto fahren, um mir potenzielle Whg anzugucken. So eben auch gleich. Da könnt ihr mir mal die Daumen drücken, dass der gute Scott sich für mich entscheidet und ich für die Monate Sep.-Dez. das Zimmer seiner Freundin haben darf, die auf Weltreise geht. Daumen drücken deshalb, weil sich die Whg-Suche doch etwas hinziehen wird und nicht mal eben so nebenbei ablaufen wird. Da bin ich wohl auch etwas blauäugig gewesen. Schließlich habe ich ja auch in Münster stets ein paar Wochen gesucht und mir die ein oder andere Wohnung zu Beginn meines Studiums angucken dürfen. Warum sollte das hier anders sein. Einzig gut ist (Achtung: der Deutsche findet, wie sagt man das denn jetzt...einen Löffel Suppe in der Frisur??ne, das is ja quatsch...vielleicht versteht mich ja wer), dass jede Menge Zimmer und Whg hier in Kanada möbliert vermietet werden. Da kann man sich Ikea sparen...zumindest als Mieter.
Eine gute Nacht nach Deutschland
PS: Der fehlende Getränkehalter, war die Beschwerde Nummer eins, als deutsche Autos hier in Nordamerika eingeführt wurden. Geil, oder?! Ach ja, und Tempomat macht doch Sinn!
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